Eine queere Rave-Reihe benennt sich nach dem vor-differenzierten Körperöffnungsprinzip und debütiert im Berliner Ask a punk mit zwei DJs, über die sich nichts Gesichertes sagen lässt — die bewusste Unsichtbarkeit als Geste in einer Stadt, die gerade lernt, ihre Clubkultur ohne Berghain zu buchstabieren.
Fünf Acts unterhalb des Radars zerlegen im Fitzroy die Logik von Grime, ohne das Genre zu reproduzieren — gebrochene Rhythmik, Sub-Bass im Brustkorb und die Frage, ob Berlins S-Bahn-Bögen den kulturellen Kontext mittransportieren oder nur die Textur.
Wenn VRAU am 14. März im Lark Berlin zur CarnaVRAU Edition lädt, geht es nicht um Baile Funk als exotisches Exportprodukt — sondern um eine kriminalisierte Kultur, die durch queere brasilianische Körper in der Diaspora weitergeschrieben wird, mit einem Bass, der im Brustkorb ankommt, bevor der Verstand begreift.
Ein auf Lesbos von Freiwilligen gebautes queeres Festival komprimiert fünf Tage Wildnis, Staub und sapphische Geschichte in neun Stunden Berliner Dayparty unter den S-Bahn-Bögen — die Frage ist, ob der Geist der Ranch den Transfer an die Spree überlebt.
Zwanzig DJs, vierundzwanzig Stunden, kein Headliner-Prinzip: GROOVE STREET im ÆDEN steht für die Art von genrefluider Marathon-Nacht, die Berlins Clubgrammatik 2026 leise, aber bestimmt umschreibt.
Seit vier Jahrzehnten vergibt die Berlinale einen Preis, der als politischer Akt begann und nie aufgehört hat, einer zu sein – am 20. Februar feiert die TEDDY After Show Party in den Salons der Volksbühne ein Jubiläum, das zwischen Trauer, Wut und Dancefloor keinen Widerspruch sieht.
Ein Mann, der ein Jahrzehnt lang Gospel-Platten verkaufte, statt aufzulegen, wird sechzig – und feiert das unter dem Glasdach eines umgebauten Filmkulissen-Saloons in Berlin-Wedding, wo der Februarhimmel direkt auf die Tanzfläche fällt.